• Eifel Nomads

Geo meets Art - Ein Tag in der Natur mit Fossilien und blauer Farbe

Aktualisiert: 26. Sept 2019

WE EDUCATE! Für eine Gruppe Kinder vom Zeltlager Union Wetten waren wir im Juli als Eifel Nomads Team unterwegs. Anne leitete die Geo-Exkursion und Romy inspirierte mit einem Kunst-Workshop.



Anne hat mit den Kids erarbeitet, wie die Landschaft, die sie umgibt entstanden ist, was der Klimawandel damit zu tun hat und warum die Natur so schützenswert ist.


Auf der Exkursion haben wir über die Entstehung von Schiefer, über Talbildung und Erosion gesprochen, uns gemeinsam Sturmschäden angesehen, Schiefersteine mit Fossilien gesammelt, im Wald eine Minute meditiert und den Geräuschen gelauscht. Wir haben über die Heilkräfte der Bäume gesprochen und was für ein Geschenk es ist, in der unberührten Natur sein zu können.


Die Kids haben sich mit der Frage beschäftigt, wie wir die Natur noch besser schützen können und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:

- Kein Plastik verwenden, sondern zum Beispiel Brotdosen mit zur Schule nehmen,

- Im Biomarkt oder auf einem Hof einkaufen,

- Regionale Produkte kaufen,

- Ökostrom unterstützen,

- Bäume pflanzen,

- Kleidung nicht in großen Modeketten kaufen und tauschen,

- Faire Produkte kaufen,

- Grüne Projekte unterstützen,

- Wenig oder kein Fleisch essen.



"Erwachsene, Schulen, Vereine und Gemeinden können Kinder bei ihren Ideen und Vorhaben unterstützen und zum Beispiel Flächen oder Ackerland zur Verfügung stellen, auf denen Gemüse, Obst und Bäume angepflanzt werden können. In Schulen kann ein Gemeinschaftsgarten angelegt und so könnte Gärtnern als AG angeboten werden. Das Essen in den Kantinen und auf dem Tisch zu Hause könnte regional und Bio oder sogar aus SoLaWi's stammen. Es gibt unzählig viele Möglichkeiten aktiv zu werden. Gerne bieten wir auch im Rahmen der Eifel Nomads Community unsere Unterstützung an."



Kunst mit Romy

Zum Abschluss des gemeinsamen Tages in der Natur im Liesertal leitete Romy einen Kunstworkshop, in dem die Kinder mittels Blaudruckverfahren eigene Postkarten und Bilder gestalteten. Die Kinder suchten dazu verrschiedene Objekte, wie Pflanzen, Federn, Äste und Steine und legten diese auf das vorbereitete Papier. Mit einer Glasscheibe wurden die ausgewählten Blumen und Gräser vor Windböen geschützt. Gut konnten die kleinen Künstler und Entdecker beobachten wie sich das Papier erst grünlich und dann tief blau verfärbte. Nach 15 Minuten wurden die Gegenstände von dem Papier entfernt und zum Fixieren der Chemikalie in einem Wasserbad gewaschen. Zum Schluss hängten die Kinder die Bilder dann zum Trocknen auf.


"Es heißt Fotografieren ist Malen mit Licht. Ich finde dieses Zitat beschreibt auch das Verfahren des Blaudrucks sehr schön. Hier zeichnet das Licht der Sonne die Umrisse und die Schatten der Fundstücke auf das Papier. Das Resultat ist nie ganz vorauszusehen, was besonders spannend ist. Mich begeistert es mit Menschen jeden Alters kreativ zu sein. Mit Kindern gemeinsam schöpferisch tätig zu sein ist eine große Bereicherung. Sie gehen viel spielerischer und leichter an die Sache, mehr aus Freude und Neugier an dem Erlebnis selbst, als aus Suche nach einem perfekten Ergebnis. Das macht besonders viel Spaß und ist sehr inspirierend."


Blaudruck ist auch unter dem Begriff Cyanotopie bekannt und eine Fototechnik aus dem 18. Jahrhundert. Hierbei wird Papier in einem abgedunkelten Raum mit einer lichtempfindlichen Lösung bestrichen. Die leicht gelbliche Fotochemikalie reagiert dann auf dem getrocknetem Papier im Sonnenlicht und verfärbt sich blau. Dort wo kein Licht auf das Papier trifft, findet keine chemische Reaktion statt. Ein Wasserbad stoppt schließlich die Reaktion.


Wir sagen vielen Dank an die Kinder, Jugendlichen und Betreuer*innen vom Zeltlager Union Wetten. Es war so schön mit euch!!


Hier geht es zum ersten Beitrag über das Zelten unter freiem Himmel. Ein Interview mit Laura Kröll.